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Anlegerverhalten zweites Quartal 2014

16 Juli 2014 14 views Keine Kommentare

Financial and business conceptObwohl am Markt ein extrem niedriges Zinsniveau herrscht, denken erstaunlich wenige Anleger darüber nach, ihr Anlageverhalten zu verändern, um so ggf. die Rendite zu verbessern. Eine vom Fondsemittenten Union Investment beauftragte Studie über das Forsa-Institut zum Anlegerverhalten (wird alle Vierteljahre erstellt) ergab, dass circa 69 Prozent der Befragten trotz der ungewöhnlich niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt nicht über eine Änderung der bestehenden Geldanlage nachdenken. Die Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Befragung durch deutsche Finanzfachleute in Privathaushalten. Gerade herkömmliche Geldanlageprodukte wie Sparbücher, Tagesgeld oder Geldsparpläne werfen derzeit kaum noch Rendite ab – berücksichtigt man die jährliche Teuerung, verliert der Anleger bei solchen Produkten teils sogar Kaufkraft. Das Ergebnis der Studie – so unverständlich es für Geldanlageprofis sein mag – überrascht jedoch die Fachwelt nicht. Die meisten Privatleute beschäftigen sich kaum bis gar nicht mit dem Thema Geldanlage – nicht selten bleiben Anleger einem einmal gewählten Produkte Jahrzehnte lang treu. Um jedoch eine möglichst optimale Rendite zu erzielen, sollte das bestehende Anlageportfolio regelmäßig überprüft und bei Bedarf umgeschichtet werden. Viele Menschen beschäftigen sich jedoch aus Unwissenheit oder Zeitmangel nicht mit diesem wichtigen Thema.

Nur rund ein Drittel reagiert auf die Zinssituation

Nur etwa 31 Prozent der Befragten haben ihre Geldanlagen aufgrund der veränderten Zinssituation genauer überprüft. Die Studie ergab dabei, dass sich insbesondere junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren nicht ausreichend informiert und befähigt fühlen, um in Geldangelegenheiten optimal zu entscheiden. Bei der Altersgruppe 50 – 59 Jahre hingegen sehen sich viel mehr Menschen in der Lage, in Sachen Geldanlagen sicher zu entscheiden, da sie über ausreichende Finanzkenntnisse verfügen. Angesichts dieser Verhältnisse ist es nicht verwunderlich, dass laut Studie etwa 40 Prozent der Befragten eine Beratung durch den Bankberater für notwendig erachten, bevor eine Geldanlage getätigt bzw. verändert wird. Wer jedoch gar nicht reagiert, läuft Gefahr, in Sachen Vermögensanlage viel Geld zu verlieren, denn die noch immer meistgenutzten Anlageformen der Deutschen sind die althergebrachten Anlagen wie Sparbuch, Bausparvertrag und Lebensversicherung. Bei den derzeitigen Niedrigzinsen werfen diese Anlagen jedoch keine nennenswerte Rendite ab.

Sicherheit ist Trumpf – Experten empfehlen Fondsanlagen als wichtiges Standbein

Für viele Anleger ist Sicherheit – also der Kapitalerhalt – Trumpf. Doch dazu gehört auch das Verständnis, dass bei extrem sicheren Anlageformen wie z. B. dem Sparbuch durch Minizinsen quasi Geld verloren geht. Die Teuerungsrate ist hierbei meist höher als die erzielten Guthabenzinsen, was einem Kaufkraftverlust gleichkommt. Das Kapital wird bei solcherlei Anlageformen also zusehends wertloser. Bleibt die Frage, welche Kapitalanlageformen sich bei einem Zinstief am Kapitalmarkt eignen. Da es eine große Zahl sehr verschiedener Anlagen gibt, sollte jeder Anleger entsprechend seiner Risikoneigung und dem vorhandenen Anlagekapital seinen passenden Anlagemix finden. Die Anlagen sollten sich dabei ergänzen, um das Risiko auf verschiedene Teilbereiche zu verteilen und so insgesamt zu einer homogeneren Anlagepolitik zu gelangen. Hierzu passen in vielen Fällen auch Fondsanlagen als ein wichtiges Standbein einer ganzheitlichen Anlageverteilung. Je nach Fondsauslegung ist in diesem Anlagesegment bereits eine Risikoverteilung beinhaltet, da in der Regel nicht nur in bestimmtes Underlying investiert wird, sondern eine vom Fondsmanagement festgelegte Verteilung auf verschiedene Investitionsobjekte stattfindet. Fonds gibt es z. B. aus den Kategorien Aktien, Immobilien oder Renten, aber auch als übergreifende Produkte, die für eine Vermögensanlage geeignet sind.

Bild© Petr Ciz – Fotolia.com

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