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Ist Bausparen noch zeitgemäß?

21 Juli 2016 25 views Keine Kommentare


cash-online hat in einem aktuellen Artikel untersucht, ob Bausparen in der heutigen Zeit und angesichts der allgemein niedrigen Zinskonditionen für Immobilienfinanzierungen noch zeitgemäß bzw. für wen sich ein Abschluss lohnen kann. Bausparen kennen sogar noch die älteren Generationen – es ist ein klassisches Traditionsprodukt und ist bei den Bundesbürgern nach wie vor sehr beliebt. Fast 40 % aller Bundesbürger besitzen auch heute noch einen Bausparvertrag und die Bausparkassen konnten in 2015 sogar ca. 1,7 Millionen Neuverträge verbuchen. Doch ist diese Form des Ansparens und ggf. späteren Finanzierens einer Immobilie wirklich noch lohnenswert?

Wie funktioniert Bausparen?

Bausparen in seiner klassischen Form heißt, dass der Bausparkunde einen gewissen Betrag (einen bestimmten Anteil an der vereinbarten Bausparsumme) über mehrere Jahre hinweg verzinslich anspart und anschließend die vereinbarte Bausparsumme als Auszahlung bzw. Darlehen erhält. Die Darlehenskonditionen stehen dabei schon seit Abschluss des Vertrages fest und sind in der Regel sehr günstig. Der große Erfolg dieser Form der Immobilienfinanzierung liegt in dem Aspekt, dass eine relativ klare Planungsgrundlage geschaffen wird und die Zinsen schon Jahre vorher feststehen. Zudem wird das Bausparen unter bestimmten Voraussetzungen staatlich gefördert, was einen zusätzlichen Anreiz darstellt.
Der Abschluss eines Bausparvertrages kann quasi als erster Schritt auf dem Weg zur eigenen Immobilie angesehen werden. In der aktuellen Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt kann ein Bausparvertrag auch zur Sicherung günstiger Kreditzinsen in der Zukunft verwendet werden. Dass die Menschen dies nutzen, zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Bausparsumme bei den Landesbausparkassen. In 2015 wuchs diese um 14,9 % im Vergleich zum Vorjahr auf 35.800 Euro an. Bausparverträge sind dabei auch schon für Jugendliche und junge Erwachsene geeignet, da eine langfristige und vergleichsweise sichere Anlage- bzw. Finanzierungsform zugrunde liegt. Für viele ist ein Bausparvertrag auch heute noch der Einstieg in das erste richtige, selbständige Sparen.

Vor- und Nachteile

Da am Markt derzeit eine Niedrigzinsphase herrscht, können zwar für kommende Bauspardarlehen günstige Sollzinsen vereinbart werden, allerdings gilt auch für die Ansparphase dann eine sehr niedrige Guthabenverzinsung. Diese liegt derzeit in der Regel unter einem Prozent p.a. Durch die staatlichen Förderungen kann dies jedoch attraktiver erscheinen. Die Sicherheit und Verlässlichkeit von Bausparverträgen spricht verdienterweise viele Menschen an, obwohl die genaue Zuteilungsreife für ein Darlehen nicht definitiv im Voraus feststeht. Beim Bausparen ist der Kunde Teil einer Gemeinschaft und je nach Einzahlungen und Zahl der Bausparer und Höhe der Bausparsumme kann der genaue Termin für die Darlehensgewährung variieren. Zudem sind die Bausparsummen (und damit die Darlehenssummen) in der Regel nicht ausreichend z. B. für einen Hauskauf oder den Bau einer Immobilie. Als Verwendungszweck kann daneben aber auch beispielsweise eine Renovierung oder ein Anbau herangezogen werden – und natürlich können Bauspardarlehen auch mit herkömmlichen Immobilienfinanzierungen kombiniert werden, um so an eine größere Kapitalmenge zu gelangen.
Bei Schwäbisch Hall haben trotz aller Pros und Kontras derzeit mehr als 240.000 junge Menschen unter 25 Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen. Dabei ist wohl neben der Sicherheit vor allem der Aspekt der Sicherung des Niedrigzinses für Darlehen in der Zukunft entscheidend. Es dürfte klar sein, dass die Niedrigzinsphase irgendwann einmal endet – dann können Bausparer auch weiterhin mit den niedrigen, vereinbarten Zinsen gut schlafen.

Bild© alphaspirit – Fotolia.com

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