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Komponenten einer soliden Baufinanzierung

26 Juni 2018 15 views Keine Kommentare

duploWer sich ein Haus kaufen möchte, stellt sich zunächst die Frage: „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“ Dabei spielen drei Bausteine eine große Rolle, wenn es darum geht, die eigene Finanzstärke richtig einzuschätzen. Das sind das monatlich verfügbare Budget, die Rücklagen und das Eigenkapital. Das verfügbare Budget ist meist das monatliche Nettoeinkommen, bei manchen ergänzt um Erträge aus Kapitalanlagen oder sonstigen Vermögenswerten. Bei den Ausgaben spielt die persönliche Lebensführung eine wichtige Rolle.

Die Ziele – eigene Bedürfnisse und finanzielle Belastbarkeit

Damit die Baufinanzierung auf soliden Füßen steht, sind die eigenen Bedürfnisse und die finanzielle Belastbarkeit für die Finanzierungsphase von essenzieller Bedeutung. Dabei gilt es, Sicherheiten und Risiken abzuwägen und die Prioritäten entsprechend zu setzen. Was soll Vorrang haben:

  • die geringe monatliche Belastung,
  • ein hohes Maß an Planungssicherheit,
  • die Gesamtkosten im Auge zu behalten oder
  • ein hohes Maß an Flexibilität?

Da nicht alle Ziele miteinander vereinbar sind oder sogar im Gegensatz zueinanderstehen, ist es wichtig, sich das alles im Vorfeld genau zu überlegen. Grundlage bei der Erstellung eines soliden Finanzierungsplanes ist, die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu berücksichtigen. Dabei muss natürlich alles zeitlich auf den Immobilienkauf abgestimmt sein.

Anbieter vergleichen

Neben Banken sind heute auch immer häufiger Versicherungsunternehmen Anbieter für Baufinanzierungen. Dabei ist bei der Baufinanzierung zunächst interessant, die verschiedenen Angebote anzusehen und miteinander zu vergleichen. Das geht am einfachsten in einem entsprechenden Portal im Internet. Es lohnt sich oft auch, die Förderprogramme der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, genauer unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht ist ein passendes Programm dabei. Die KfW hat Förderprogramme für Neubauten und entsprechende Förderprogramme für Bestandsimmobilien, wie sich auf der Seite leicht nachlesen lässt. Wer schon einen Bausparvertrag angespart hat, lässt diesen natürlich ebenfalls in die Baufinanzierung einfließen.

Komponente 1: Das Budget

Die monatlichen Einnahmen und Ausgaben sind ein wichtiger Eckpfeiler, um zu wissen, wie viel Geld monatlich für eine Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht. Der Finanzierungsplan darf niemandem die Luft abschnüren, sodass kein Geld mehr zum Leben bleibt. Die meisten Kreditinstitute setzen von sich aus ein Minimum für das notwendige monatliche Budget fest. So ist für eine vierköpfige Familie in der Regel ein Budget von 1200 bis 1400 Euro kalkuliert. Um einen ehrlichen Überblick über die Finanzen zu bekommen, ist es sinnvoll, eine gewisse Zeit ein Haushaltsbuch zu führen. So lassen sich die tatsächlichen Lebenshaltungskosten klar nachvollziehen. Neben den monatlichen Ausgabenposten, wie die Miete, Ausgaben für Hobbys, Urlaub, Medizin oder Geschenke, stehen die Lebenshaltungskosten dann schwarz auf weiß auf dem Papier oder in einem Computerprogramm. Es gibt zahlreiche Varianten für ein Haushaltsbuch, die teilweise zu kaufen sind und teilweise kostenlos zum Download zur Verfügung stehen. Die Welt bietet einen Überblick über eine Auswahl an elektronischen Haushaltsbüchern zum kostenlosen Download. Da die Neben- und Unterhaltskosten für die erworbene Immobilie noch neu sind, sollten sie genau geplant sein, damit die finanzielle Situation auch nach dem Einzug im Traumhaus stabil bleibt.

Komponente 2: das Eigenkapital

Das Eigenkapital spielt bei der Baufinanzierung und bei der Beantwortung der Frage, „wie viel Haus kann ich mir leisten?“ eine wichtige Rolle. Wer über entsprechendes Eigenkapital verfügt, sollte dies für die Baufinanzierung einsetzen. Damit sinkt das Risiko des Scheiterns genauso wie die Zinskosten, weil der Beleihungswert niedriger ist. Es ist möglich, ein Haus ohne Eigenkapital zu finanzieren. Allerdings verlangen die meisten Banken bei einer Vollfinanzierung höhere Zinszahlungen, weil das Ausfallrisiko für die Bank steigt. Außerdem brauchen die Antragsteller eine hervorragende Bonität. Als Faustregel sollte das Eigenkapital mindestens 15 oder 20 Prozent betragen. Auch die Grundbuch- und Notarkosten sollten nicht unbedingt mit der Finanzierungssumme bestritten werden.

Komponente 3: die Reserve

 

lucky-pigGeld auf der hohen Kante zu haben, am

besten in der Höhe von drei bis sechs Monatsnettoeinkommen,

hilft bei unvorhergesehenen Ereignissen.

Als zukünftiger Immobilienbesitzer ist es notwendig, nicht jeden Cent bis auf die letzten Reserven in die Baufinanzierung miteinzuplanen. So erhöht sich zwar der Eigenkapitalanteil, allerdings bleibt nur wenig Spielraum bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie beispielsweise wenn die Waschmaschine streikt oder das Auto eine Reparatur benötigt. Solche unvorhergesehenen Ereignisse können das Vorhaben Eigenheim sehr leicht gefährden. Wer ein Haus finanziert, sollte sich zwischen drei und sechs Monatsnettoeinkommen als Rücklage einbehalten.

Ein Tipp für junge Familien

Wer Kinder hat oder Nachwuchs plant, braucht eine anpassungsfähige Finanzierung. Dabei kann eine Zahlpause oder ein variabler Tilgungssatz für die notwendige Flexibilität sorgen. Deshalb sollten junge Familien immer besonders genau nachrechnen.

Fazit

Wer genau weiß, welches Geld ihm zur Verfügung steht, kann sich leicht einen Überblick über die möglichen Finanzierungskomponenten verschaffen und entsprechende Angebote einholen. Auf diese Weise lässt sich leicht die günstigste Finanzierungsmöglichkeit finden. Dabei ist das beste Angebot nicht immer das Angebot mit dem günstigsten Zinssatz. Wer seine Wunschfinanzierung gefunden hat, muss im nächsten Schritt mit dem Geldinstitut Kontakt aufnehmen.

Pixabay © Bru-nO (CC0 Creative Commons)

Pixabay © Alexas_Fotos (CC0 Creative Commons)

 

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