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Kosten-Stolperfallen beim Fondskauf

12 Februar 2013 36 views Keine Kommentare
Andreas Schrobback

Andreas Schrobback

(Berlin, 12.02.2013) Die Geldanlage in Fonds wird zwar von den meisten Experten als vergleichsweise einfache und verständliche Kapitalanlageform für private Investoren beschrieben, jedoch gibt es auch hier einige wichtige Punkte, die jeder Interessent vor einem Investment beachten sollte. So glauben viele unerfahrene Anleger, dass durch die Zahlung eines Ausgabeaufschlages beim Kauf keine weiteren Kosten bei einem Fondskauf anfallen – doch das stimmt so nicht! Zunächst einmal sind da die Gebühren, die nur aufgrund des Vorhandenseins der Depotposition berechnet werden:

Die sog. Bestandsgebühren. Hier fallen im Durchschnitt zwischen 0,4 und 0,8 Prozent pro Jahr an. Hinzu kommen die Gebühren, welche von der Fondsgesellschaft berechnet werden, z. B. für die Managementgebühr. Es gibt – je nach Anbieter – zahlreiche weitere möglichen Kosten, die je nach Fondsgesellschaft und Depotbank ganz unterschiedlich ausfallen können. Hier einen Vergleich anzusetzen, lohnt sich in den allermeisten Fällen für den Fondskäufer: Einsparungen im hohen einstelligen Prozentbereich sind möglich – so bieten z. B. viele Direktbanken eine Vielzahl an Fonds ohne Ausgabeaufschlag und Depotpostengebühren an. Das kommt der Rendite zugute und verhilft so zu einer effektiveren Kapitalanlage. Prinzipiell hat der Anleger auch die Möglichkeit in sog. ETFs (Exchange Traded Funds) anzulegen, welche z. B. einen Index abbilden oder eine Branche.

Hier werden grundsätzlich keine Verwaltungsgebühren berechnet – doch haben ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds auch Nachteile: So kann ein aktiv tätiges Fondsmanagement beispielsweise besonders aussichtsreiche Titel übergewichten oder sehr spekulative Papiere meiden, was wiederum zu einer besseren Rendite führen kann. Der ETF bildet immer 1:1 das entsprechende Underlying ab (beispielsweise den DAX). Was der Anleger schlussendlich erwirbt, bleibt ihm überlassen, doch sollte er sich vorab genauestens (z. B. anhand des Fondsprospekts und des Preis-/Leistungsverzeichnisses seiner Depotbank) über die möglichen Kosten informieren.

Bild © svort – Fotolia.com

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