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Osteuropa-Anlagefonds locken mit teils guten Aussichten, sind aber risikoreich

4 November 2013 40 views Keine Kommentare
Andreas Schrobback

Andreas Schrobback

(Berlin, 04.11.2013) Osteuropa-Anlagefonds setzen derzeit insbesondere auf die Türkei und Russland – diese Länder bieten angesichts der prekären Wirtschaftslage in Europa scheinbar die besten Aussichten auf ein lokales und moderates Wirtschaftswachstum. Viele Staaten in Osteuropa haben durch die Nähe zu Westeuropa ebenso wie dieses Probleme mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die zu beobachtete rezessive Tendenz überträgt sich auch auf Staaten wie Ungarn oder Tschechien. Doch nicht alle Staaten in Osteuropa sind davon betroffen, gerade die weiter entfernt liegenden Länder wie Russland oder die Türkei zeigen sich aufgrund der lokal vorhandenen Wirtschaftsmotoren (in der Türkei ist dies insbesondere der konsumgetriebene Aufschwung und in Russland die zahlreichen Rohstoffvorkommen) resistent gegen die Negativtendenzen aus Zentraleuropa.

Einer der wichtigsten Benchmarks für die Osteuropafonds ist der MSCI Emerging Markets Europe – allein hier machen die 3 Länder Türkei, Russland und Polen ca. 90 Prozent der Wertentwicklung aus und sind somit für die Fonds von großer Bedeutung. Im Vergleich mit den anderen Ländern Europas fand hier in den letzten 5 Jahren ein merklich besseres Wirtschaftswachstum statt. Trotz dieser guten Vorzeichen existieren allerdings auch einige Risiken: Da keine genaue Aussage über die Entwicklung einzelner Branchen, der Währungskurse oder der Ausleihpolitik der Großbanken (welche nachhaltigen Einfluss auf die Aktienkurse der betreffenden Länder hat) gemacht werden können, gibt es viele Risikofaktoren. Hinzu kommt, dass einige der Märkte wenig kapitalisiert sind und oft Branchendominanzen (wie z. B. Finanzwerte) bestehen.

Die Entwicklung der so aussichtsreichen Wertpapiermärkte ist noch nicht abgeschlossen und kann demnach auch einmal völlig anders als gedacht verlaufen. Ergo: Osteuropa-Anlagefonds sollten maximal als Depotbeimischung mit einem geringen Teil des Anlagevermögens akkumuliert werden, damit das Risiko nicht zu hoch wird.

Bild © crevis – Fotolia.com

 

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